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Äthiopien

Die Region Ostafrika, in der Äthiopien liegt, wird von Wissenschaftlern zusammen mit Südafrika als "Wiege der Menschheit" bezeichnet – wahrscheinlich lebten dort die ersten Menschen. Später, aber trotzdem noch lange vor unserer Zeitrechnung, gab es dort eine hoch entwickelte Kultur.

Heute jedoch gehört Äthiopien – das oft "das Land am Horn von Afrika" genannt wird – zu den ärmsten Staaten der Welt: Etwa ein Drittel der Menschen lebt in extremer Armut und hat nicht genug zu essen.

Obwohl Äthiopien selbst in einer schwierigen Lage ist, bietet es Menschen Zuflucht, die vor den Konflikten in den Nachbarländern Eritrea, Somalia und Südsudan fliehen mussten. Hundertausenden Flüchtlingen bietet Äthiopien Schutz – und zählt damit zu den Top Ten der Aufnahmeländer weltweit.

Die meisten Äthiopierinnen und Äthiopier leben als Kleinbauern von dem, was sie selbst anbauen. In vielen Gegenden des Landes regnet es jedoch sehr selten. In solchen Dürreperioden vertrocknen die meisten Pflanzen auf den Feldern und viele Menschen müssen hungern.

Das tut Deutschland

Terrassierte Felder in Alaga, Äthiopien, wo mit deutscher Unterstützung ein Bewässerungssystem angelegt wurde.
© Thomas Imo/photothek.net
Felder in Alaga, Äthiopien, wo mit deutscher Unterstützung ein Bewässerungssystem angelegt wurde.

Da die Einwohnerzahl sehr schnell wächst, wird Äthiopien 2050 zu den zehn bevölkerungsreichsten Staaten der Welt gehören. Das Land muss darum so schnell wie möglich neue Strategien entwickeln, um die Lebensmittelversorgung seiner Einwohner zu sichern und die Armut der Menschen zu reduzieren. Deutschland unterstützt Äthiopien dabei.

In den vergangenen Jahren konnten schon wichtige Erfolge erzielt werden: Die Armut ist gesunken, die Ernährungslage hat sich verbessert und immer mehr Siedlungen werden an Wasserleitungen angeschlossen und dadurch mit sauberem Trinkwasser versorgt.

Es gibt aber noch viel zu tun, damit die Situation sich weiter verbessert. Deutschland fördert darum in Äthiopien unter anderem Programme im Bildungsbereich und zur Sicherung der Ernährung.

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Zusammen mit dem Schauspieler Tom Wlaschiha haben wir uns vor Ort in Äthiopien umgesehen, was konkret für das Menschenrecht auf Nahrung getan wird. Denn eine Welt ohne Hunger ist möglich.
© BMZ

Mit Tom Wlaschiha in Äthiopien

Steckbrief Äthiopien

Lage Ostafrika (am "Horn von Afrika")
Einwohner rund 102 Millionen
Landessprachen mehr als 70 Sprachen; Amtssprache ist Amharisch, Oromo ist am weitesten verbreitet. Englisch ist Bildungssprache und wird im Unterricht an den Oberschulen verwendet.
Hauptstadt Addis Abeba (etwa so groß wie Berlin)
Armut etwa 33 Prozent der Bevölkerung sind extrem arm, 32 Prozent sind unterernährt
Lebenserwartung 64 Jahre (Deutschland: 81 Jahre)
Bildung Die meisten Kinder werden eingeschult, jedoch bricht fast jeder zweite Schüler die Grundschule ab.
In welchen Bereichen hilft Deutschland? Bildung, Sicherung der Ernährung, Förderung der Landwirtschaft, Umweltpolitik

Ausführliche Informationen findet ihr auf der Seite www.bmz.de/äthiopien

Bienenzüchterin aus Äthiopien

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© BMZ
Abebech Mideksam

Abebech Mideksam hat einen Kurs in moderner Bienenhaltung absolviert, der mit Hilfe der deutschen Entwicklungszusammenarbeit finanziert wurde:

"Ich züchte Bienen, wie mein Vater. Die Bienenhaltung hat in Äthiopien lange Tradition, doch deshalb ist sie nicht altmodisch. Auch auf dem Land kann man Schritt halten mit neuen Trends, beispielsweise dem Einsatz moderner Rauchbläser, durch die der Honig nicht mehr nach Mist riecht wie früher."

Karte von Äthiopien. Diese Kartendarstellung gibt nicht in jedem Einzelfall die völkerrechtliche Position der Bundesregierung wieder.
Karte von Äthiopien. Diese Kartendarstellung gibt nicht in jedem Einzelfall die völkerrechtliche Position der Bundesregierung wieder.
© BMZ

Gut zu wissen

Geschichte

Als einziger Staat in Afrika stand Äthiopien nie längere Zeit unter Kolonialherrschaft. Zwar fiel 1935 Italien in das ostafrikanische Land ein. Doch nach fünf Jahren war die Besatzung wieder beendet.

In Äthiopien gab es früher ein Königreich mit dem Namen Kaffa. Der Legende nach soll dort entdeckt worden sein, dass man die Bohnen des Kaffeestrauches rösten und ein Getränk daraus herstellen kann, das munter macht. Der Name dieses Getränks – Kaffee – geht auf dieses Königreich zurück.

Geografie

Äthiopien liegt zwar nah am Roten Meer, hat aber keinen direkten Zugang dazu und ist daher ein sogenannter Binnenstaat.

Äthiopien ist eines der am höchsten gelegenen Länder Afrikas: Die Hälfte des Landes liegt mehr als 1.200 Meter über dem Meeresspiegel.

Straßenfußballer in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba
Straßenfußballer in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba
© Irene unter CC-Lizenz