Übersicht: Die globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung
Übersicht: Die globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung
© United Nations/globalgoals.org

Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung

Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung ist ein internationaler Vertrag, der 2015 auf einem Gipfeltreffen der Vereinten Nationen (UN) in New York geschlossen wurde.

Das Dokument wird auch als "Weltzukunftsvertrag" bezeichnet. In ihm haben die UN-Mitgliedsstaaten festgelegt, wie sie die großen Probleme der Welt – etwa Armut und Hunger, Umweltzerstörung und Klimawandel – gemeinsam lösen wollen.

Ziel ist eine nachhaltige Entwicklung. Das bedeutet, dass der weltweite wirtschaftliche und gesellschaftliche Fortschritt so gerecht und verantwortungsvoll gestaltet werden soll, dass er allen Menschen auf der Welt zugutekommt und die Umwelt keine bleibenden Schäden davonträgt.

Den deutschen Text der Agenda 2030 kannst du hier (PDF 285 KB) herunterladen.

Niemanden zurücklassen

loading jwplayer
Standbild aus dem Video "Niemanden zurücklassen"
© The Global Goals

Die Agenda 2030 gilt für alle Staaten der Welt: Entwicklungsländer, Schwellenländer und Industriestaaten. Alle Menschen sollen sich so verhalten, dass auch kommende Generationen noch eine Chance auf ein Leben in Wohlstand und Frieden haben. Dabei fordert die Agenda 2030 ausdrücklich, die Schwächsten und Verwundbarsten in den Mittelpunkt zu stellen und auf dem Weg in eine bessere Zukunft niemanden zurückzulassen. (In den englischen Vertragstexten heißt das: "leave no one behind".)

An der Agenda 2030 wurde drei Jahre lang gearbeitet. Und zwar nicht nur von Politikern: Auf der ganzen Welt hatten Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich an der Diskussion zu beteiligen und eigene Vorschläge zu machen.

Die Agenda 2030 ist der Folgevertrag für die Millenniumsentwicklungsziele. Sie waren im Jahr 2000 von den Vereinten Nationen vereinbart worden und sollten bis 2015 erreicht werden.

loading jwplayer
Standbild aus dem Video "Numbers in Action"
© The Global Goals

Agenda 2030: Numbers in Action

Standbild aus dem Video "Numbers in Action"

Kernbotschaften der Agenda 2030

Die Agenda 2030 enthält nun 17 neue Ziele für nachhaltige Entwicklung. Sie sollen bis zum Jahr 2030 erreicht werden.

Die englische Bezeichnung für diese Ziele lautet "Sustainable Development Goals", abgekürzt: SDGs.

Den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung vorangestellt sind fünf Kernbotschaften, also sozusagen fünf Oberziele:

  • Die Würde des Menschen in den Mittelpunkt stellen

  • Den Planeten schützen

  • Wohlstand für alle fördern

  • Frieden fördern

  • Globale Partnerschaften aufbauen

Im Englischen spricht man von den "5 Ps": People, Planet, Prosperity, Peace, Partnership.

Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung

loading jwplayer
© The Global Goals
Video: Die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs)
  1. Keine Armut

  2. Keine Hungersnot

  3. Gute Gesundheitsversorgung

  4. Hochwertige Bildung

  5. Gleichberechtigung der Geschlechter

  6. Sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen

  7. Erneuerbare Energie

  8. Gute Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum

  9. Innovation und Infrastruktur

  10. Reduzierte Ungleichheiten

  11. Nachhaltige Städte und Gemeinden

  12. Verantwortungsvoller Konsum

  13. Maßnahmen zum Klimaschutz

  14. Leben unter dem Wasser

  15. Leben an Land

  16. Frieden und Gerechtigkeit

  17. Partnerschaften, um die Ziele zu erreichen

Zu jedem dieser Ziele wurden Unterziele formuliert, um deutlich zu machen, was inhaltlich gemeint ist und was konkret getan werden muss, um die Vorgaben zu erfüllen.

Regelmäßige Kontrolle

Feier zum Jahrestag der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung bei den Vereinten Nationen in New York
Feier zum Jahrestag der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung bei den Vereinten Nationen in New York
© UN Photo/Cia Pak

Ein Vertrag ist nur dann gut, wenn er auch erfüllt wird. Und die ehrgeizigen Ziele der Agenda 2030 können nur erreicht werden, wenn alle Länder auf der Welt mitmachen und eng zusammenarbeiten.

Es wurde daher auch vereinbart, dass alle Mitgliedsstaaten den Vereinten Nationen regelmäßig einen Bericht darüber vorlegen, was sie schon erreicht haben. So soll ein gewisser "moralischer Druck" innerhalb der internationalen Gemeinschaft aufgebaut werden. Denn rechtliche Folgen hat es nicht, wenn ein Land die Agenda 2030 missachtet.