Auszubildende in der Metallwerkstatt in einer Berufsschule in Accra, Ghana
Auszubildende in der Metallwerkstatt in einer Berufsschule in Accra, Ghana
© Ute Grabowsky/photothek.net

Berufliche Bildung

Bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Wer einen Beruf hat, der kann damit Geld für sich und seine Familie verdienen. Einen Beruf auszuüben, macht Spaß, gibt dem Leben einen Sinn und hilft, unabhängig zu sein.

Viele junge Menschen in Entwicklungsländern haben jedoch keine Chance auf eine gute Berufsausbildung: Es gibt dort zu wenig Berufsschulen und zu wenig Lehrerinnen und Lehrer. In den vorhandenen Schulen sind die Ausstattung und die Unterrichtsmaterialien oft schon veraltet. Die Berufsanfänger haben daher oft nicht die Kenntnisse, die die örtlichen Firmen und Betriebe für ihr Geschäft wirklich brauchen.

Die Folge: Viele junge Frauen und Männer finden keine Jobs oder arbeiten für wenig Geld als Aushilfskräfte in Berufen, die sie gar nicht erlernt haben. Weil ihr Gehalt zu gering ist, müssen sie weiter bei ihren Eltern leben und können kein eigenständiges Leben führen oder eine eigene Familie gründen.

Auch die Unternehmen leiden unter dieser Situation, denn sie finden keine gut ausgebildeten Fachleute. Darum fällt es ihnen schwer, Produkte in so hoher Qualität herzustellen, wie es von den Kunden heute erwartet wird.

Maschinen­schlosser an der Tech­ni­schen Schu­le in Kabul (Kabul Mechanical Institute, KMI)
Maschinen­schlosser an der Tech­ni­schen Schu­le in Kabul (Kabul Mechanical Institute, KMI)
© Ute Grabowsky/photothek

Das tut Deutschland

Damit mehr junge Menschen einen Beruf erlernen können, hilft Deutschland Entwicklungsländern dabei, ihr Berufsbildungssystem zu verbessern. Mit deutscher Unterstützung werden Berufsschulen gebaut, moderne Lernwerkstätten eingerichtet und Lehrerinnen und Lehrer ausgebildet. Außerdem werden neue Richtlinien für Lehrpläne, Prüfungen und Berufsabschlüsse entwickelt.

Deutschland setzt sich stark dafür ein, dass die Regierung, die Berufsschulen und die Wirtschaftsbetriebe eng zusammenarbeiten und Informationen austauschen.

So erfahren die Politiker, wie sie das Bildungssystem verbessern können, und die Schulen, welche Berufe dringend gebraucht werden. Die Unternehmen werden dabei unterstützt, mehr Ausbildungsplätze zu schaffen, damit die Auszubildenden von Anfang an praktische Erfahrungen im Betrieb sammeln können.

Zur Förderung dieses Bereichs gehört es außerdem, Informationszentren und Datenbanken aufzubauen. Mit ihrer Hilfe können junge Menschen herausfinden, welche Möglichkeiten der Ausbildung es gibt. Und Berufstätige erfahren, wie sie sich weiterbilden können.

Wenn dich das Thema interessiert

… dann findest du hier noch weitere Informationen:

Stichwort: Bildung

Stichwort: Grundbildung

Stichwort: Hochschulbildung

und außerdem auf www.bmz.de/bildung

Frauen werden im Berufsbildungszentrum in der Stadt Mafraq in Jordanien zu Klempnerinnen ausgebildet. Sie können dann bei nötigen Reparaturarbeiten auch Wohnungen betreten, in denen sich nur Frauen aufhalten. Männlichen Klempnern wäre der Zugang nicht gestattet.
Im Berufsbildungszentrum der Stadt Mafraq in Jordanien werden Frauen zu Klempnerinnen ausgebildet. Sie können dann bei nötigen Reparaturarbeiten auch Wohnungen betreten, in denen sich nur Frauen aufhalten. Männlichen Klempnern wäre der Zugang nicht gestattet.
© Thomas Koehler/photothek.net