Schülerinnen in Schuluniform in Bangladesch
Schülerinnen in Schuluniform in Bangladesch
© Thomas Trutschel/photothek.net

Bildung

Bessere Aussichten auf ein Leben ohne Armut

"Bildung": Da denkt man an Schulunterricht, Klassenarbeiten und Hausaufgaben. Das fühlt sich nicht immer gut an – auch wenn natürlich jeder weiß, wie wichtig es ist, viel zu wissen.

Tatsächlich gehört Bildung zu den wichtigsten Dingen im Leben: Wer zur Schule gehen und lernen kann, hat bessere Aussichten auf ein Leben ohne Armut. Denn mit einem Schulabschluss findet man leichter eine Arbeit, um für sich und seine Familie Geld verdienen zu können. Und gut ausgebildete Arbeitskräfte werden überall auf der Welt dringend gebraucht.

Lesen und schreiben zu können ist aber auch eine Voraussetzung dafür, sich in den Medien zu informieren, zur Wahl zu gehen und sich für die eigenen Rechte einzusetzen. Und auch für eine Menge Dinge, die einfach nur Spaß machen, braucht man heute eine gute Bildung – ohne sie könnte kaum jemand ein modernes Smartphone bedienen und schon gar nicht bei einem Wissens-Quiz mitmachen.

Bildung ist ein Menschenrecht

Das Matheheft einer indischen Schülerin, die in einem Slum lebt
© Michael Gottschalk/photothek.net
Das Matheheft einer indischen Schülerin, die in einem Slum lebt

Weil Bildung so wichtig ist, ist es ein Menschenrecht, zur Schule gehen zu können, einen Beruf zu erlernen oder zu studieren. Bildung steht damit auf der gleichen Stufe wie andere allgemeine Menschenrechte – zum Beispiel das Recht auf Meinungsfreiheit oder das Recht auf Gleichberechtigung von Frauen und Männern.

Menschenrechte muss man sich nicht "verdienen", man hat sie allein dadurch, dass man ein Mensch ist, ohne Gegenleistung. Und dies gilt für jede und jeden – unabhängig davon, wo auf der Welt man geboren wurde, ob man männlich oder weiblich, arm oder reich, behindert oder nicht behindert ist. So haben es die Vereinten Nationen 1948 in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte festgelegt. Das Recht auf Bildung zu garantieren ist darum eine wichtige Pflicht aller Staaten.

Mehr als 60 Millionen Kinder können nicht zur Schule gehen

Ein Schüler in in Beira, Mosambik, mit seinem Schulranzen
Ein Schüler in in Beira, Mosambik, mit seinem Schulranzen
© Thomas Trutschel/photothek.net

Es gibt noch etwa 750 Millionen Analphabeten auf der Welt, also Jugendliche und Erwachsene, die nicht richtig lesen und schreiben können. Die meisten von ihnen leben in Entwicklungsländern. Ungefähr 61 Millionen Kinder im Grundschulalter haben keine Möglichkeit, zur Schule zu gehen. Viele andere werden zwar eingeschult, müssen die Schule dann aber abbrechen, bevor sie einen Abschluss erreicht haben. Das gilt vor allem für Mädchen.

Es gibt viele Gründe dafür, warum diese Kinder und Jugendlichen von Bildung ausgeschlossen sind: Vielleicht gibt es keine Schule in der Nähe ihres Wohnorts, oder ihre Eltern haben kein Geld für den Schulbus und Bücher. Manche Kinder müssen arbeiten, weil ihre Familien so arm sind, dass das Geld sonst nicht ausreicht. Mädchen müssen häufig im Haushalt helfen, oder sie dürfen nicht zur Schule, weil ihre Eltern Angst um ihre Sicherheit haben. Auch Kinder, die unter Hunger, Krankheiten oder einer Behinderung leiden oder die in einem Kriegsgebiet leben, können oft nicht zur Schule gehen.

Das tut Deutschland

Es ist ein großes Ziel, für das sich Deutschland einsetzt, aber es kann erreicht werden: Jedes Kind auf der Welt soll die Möglichkeit haben, zur Schule zu gehen. Alle Jugendlichen sollen eine Ausbildung machen oder studieren können, alle Erwachsenen sollen sich weiterbilden können. Jeder Mensch soll die Möglichkeit haben zu lernen – sein ganzes Leben lang.

Damit das so bald wie möglich Realität wird, unterstützt Deutschland viele Entwicklungsländer dabei, die Bildungschancen der Menschen zu verbessern.

Es werden zum Beispiel Schulen neu gebaut oder modernisiert. Es werden Tafeln, Tische und Bücher gekauft und Toiletten eingerichtet.

Gefördert wird auch die Ausgabe von kostenlosem Schulessen. Das soll vor allem arme Familien dazu bringen, ihre Kinder zur Schule gehen zu lassen, statt sie zur Arbeit zu schicken.

Schülerin mit Globus in Islamabad, Pakistan
Schülerin mit Globus in Islamabad, Pakistan
© Thomas Imo/photothek.net

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