Kartoffelpflanzen wachsen im Institut für Biologie der Humboldt-Universität in Berlin im Rahmen von Versuchen zum Vergleich von gentechnisch veränderten Pflanzen und nicht veränderten Pflanzen.
Versuche mit Kartoffelpflanzen am Institut für Biologie der Humboldt-Universität in Berlin
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Biologische Sicherheit

Das Cartagena-Protokoll

Wissenschaftler sind heute in der Lage, in den Bauplan von Lebewesen einzugreifen. Pflanzen können zum Beispiel im Labor so verändert werden, dass sie mehr Vitamine enthalten, schneller wachsen oder weniger Dünger benötigen. Um das zu erreichen, wird das Erbgut der Pflanzen (das Genom) verändert. Man bezeichnet solche Verfahren als Gentechnik, wenn es um Pflanzen geht oft auch als "grüne Gentechnik".

In der Öffentlichkeit ist es umstritten, ob man das Erbgut von Lebewesen verändern sollte. Informationen über die unterschiedlichen Meinungen dazu findest du unter dem Stichwort Gentechnik.

Um zu verhindern, dass Gentechnik Schäden anrichtet, hat die Staatengemeinschaft im Jahr 2000 das Cartagena-Protokoll über biologische Sicherheit verabschiedet. In ihm steht, dass der Schutz von Gesundheit und Umwelt wichtiger ist als wirtschaftlicher Erfolg. Das Cartagena-Protokoll gibt den Staaten das Recht, die Einfuhr von gentechnisch veränderten Organismen einzuschränken oder ganz zu verbieten, wenn sie Gefahren für Mensch und Natur befürchten.