Nomaden bei der Feldarbeit in Nordkenia
Nomaden bei der Feldarbeit in Nordkenia
© Thomas Trutschel/photothek.net

Desertifikation

Acker- und Weideflächen werden zu wüstenähnlichem Land

Der Begriff Desertifikation (englisch: desert = Wüste) bezeichnet eine vom Menschen verursachte Verschlechterung von Böden in trockenen Erdregionen. Die davon bedrohten Trockengebiete bedecken rund 40 Prozent der weltweiten Landfläche, dort lebt ein großer Teil der Menschheit. In vielen dieser Gebiete zwingt starkes Bevölkerungswachstum und Armut die Menschen dazu, Wälder abzuholzen und Acker- und Weideflächen stark zu beanspruchen, um Lebensmittel zu erzeugen. 

Die Folge: Die Böden laugen aus, versalzen oder versanden, der Pflanzenbewuchs geht zurück, die Wasserreserven schwinden. Nach und nach wird durch solche Desertifikationsprozesse aus Acker- und Weideflächen unfruchtbares, wüstenähnliches Land. Der Klimawandel beschleunigt diese Vorgänge. Besonders von Desertifikation betroffen sind die am wenigsten entwickelten Länder der Welt. 

Das tut Deutschland

Bodenerosion in Äthiopien
Bodenerosion in Äthiopien
© Thomas Koehler/photothek.net

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit zielt darauf ab, die Lebensbedingungen dort zu verbessern und so den Teufelskreis aus Armut und Bodenzerstörung zu durchbrechen. So werden zum Beispiel moderne Bewässerungstechniken eingeführt, die den Böden nicht schaden.

Außerdem werden Bauern und Viehzüchter dabei unterstützt, ihre Produkte selbst weiterzuverarbeiten und auch außerhalb ihrer Heimatregion zu verkaufen. Auf diese Weise können sie mehr Geld verdienen, ohne ihre Böden zu stark zu belasten.