Eine Entwicklungshelferin berät Menschen in Burkina Faso.
Eine Entwicklungshelferin berät Menschen in Burkina Faso.
© Ute Grabowsky/photothek.net

Entwicklungshelfer/in

Entwicklungshelfer/in ist kein Beruf, den man erlernen kann.

Laut Gesetz sind Entwicklungshelfer Personen, die für eine befristete Zeit freiwillig einen "Dienst" leisten und damit kein Geld verdienen wollen.

Sie leben und arbeiten für ein paar Jahre in einem Entwicklungsland, weil sie finden, dass ihre beruflichen Kenntnisse und Erfahrungen dort nützlich sind und gebraucht werden. Oder wie es das Entwicklungshelfer-Gesetz ausdrückt: "um in partnerschaftlicher Zusammenarbeit zum Fortschritt dieser Länder beizutragen".

Voraussetzungen für den Entwicklungsdienst

Maschinen­schlosser an der Tech­ni­schen Schu­le in Kabul (Kabul Mechanical Institute, KMI)
© Ute Grabowsky/photothek

Entwicklungshelferinnen und -helfer müssen einige Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie müssen mindestens 18 Jahre alt sein.

  • Sie müssen eine Ausbildung und Berufserfahrung in einem Beruf haben, mit dem sie eine sinnvolle Arbeit in einem Entwicklungsland übernehmen können (etwa im Bereich Gesundheit, Landwirtschaft, Bildung oder Friedensarbeit ).

  • Sie müssen bereit dazu sein, mindestens ein Jahr ununterbrochen Entwicklungsdienst zu leisten.

  • Sie sollen großes soziales Engagement zeigen.

  • Sie benötigen Fremdsprachenkenntnisse und Offenheit gegenüber anderen Kulturen.

  • Sie müssen gesund und "tropentauglich" sein.

  • Sie müssen bereit dazu sein, sich auf andere Lebens- und Arbeitsbedingungen einzulassen (zum Beispiel kein Internet, keine Freizeitangebote, wenig Komfort, anderes Essen).

Absicherung gesetzlich geregelt

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Video von 2013: 50 Jahre Entwicklungshelferin und Entwicklungshelfer
© BMZ

Das Entwicklungshelfer-Gesetz regelt, dass Entwicklungshelferinnen und -helfer während ihres Dienstes zwar kein Gehalt, aber Geld für ihren Lebensunterhalt bekommen. Übernommen werden außerdem Reisekosten und Versicherungen. Wenn nötig werden sie nach ihrer Rückkehr dabei unterstützt, in Deutschland wieder eine Arbeit zu finden.

Entsendeorganisationen

Ein Experte der GIZ berät einen Mitarbeiter einer Wasserpumpstation in Jordanien.
Ein Experte der GIZ berät einen Mitarbeiter einer Wasserpumpstation in Jordanien.
© Thomas Imo/photothek.net

In Deutschland gibt es sieben vom Bundesentwicklungsministerium anerkannte Organisationen, die Entwicklungshelferinnen und -helfer entsenden dürfen. Sie haben sich in der Arbeitsgemeinschaft der Entwicklungsdienste (AGdD) zusammengeschlossen.

Ihre Mitglieder:

  • Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe (AGEH)

  • Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst

  • Christliche Fachkräfte International (CFI)

  • EIRENE – Internationaler Christlicher Friedensdienst

  • Forum Ziviler Friedensdienst (forumZFD)

  • Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)

  • Weltfriedensdienst (WFD)