Gentechnik

Ein Mitarbeiter eines Argrarforschungsinstituts in Katibougou, Mali, begutachtet Kartoffelpflanzen in Reagenzgläsern.
Ein Mitarbeiter eines Argrarforschungsinstituts in Katibougou, Mali, begutachtet Kartoffelpflanzen in Reagenzgläsern.
© Thomas Trutschel/photothek.net

Wissenschaftler sind heute in der Lage, in den Bauplan von Lebewesen einzugreifen. Pflanzen können zum Beispiel im Labor so verändert werden, dass sie mehr Vitamine enthalten, schneller wachsen, weniger Dünger benötigen oder gegen bestimmte Krankheiten oder Schädlinge geschützt sind.

Um das zu erreichen, wird das Erbgut der Pflanzen (das Genom) verändert. Man bezeichnet solche Verfahren als Gentechnik, wenn es dabei um Pflanzen geht auch als "grüne Gentechnik".

Befürworter und Gegner

Über Gentechnik wird viel diskutiert. Ihre Befürworter sagen zum Beispiel, dass Bauern mit gentechnisch veränderten Pflanzen ihre Ernten steigern könnten und es dadurch mehr Nahrung gäbe. Sie hoffen, dass die Gentechnik helfen kann, den Hunger auf der Welt zu beseitigen.

Gentechnisch veränderte Pflanzen würden auch weniger Pflanzenschutzmittel und Dünger benötigen und dadurch würde die Umwelt entlastet, sagen ihre Befürworter.

Die Gegner der Gentechnik sagen, es bestehe die Gefahr, dass sich die veränderten Gene in der Natur unkontrollierbar ausbreiten. Das könne zu einer Verdrängung und zum Aussterben der bisher vorhandenen Tier- und Pflanzenarten führen. Dadurch würde die Biodiversität vermindert und das Risiko für Hungersnöte vergrößert.

Gentechnik-Gegner sind außerdem der Meinung, dass noch nicht ausreichend erforscht ist, ob gentechnisch veränderte Lebens- und Futtermittel gesundheitsschädlich sein können, zum Beispiel weil sie neue Allergien auslösen.