Schild mit dem Logo der GIZ
Schild mit dem Logo der GIZ
© Thomas Imo/photothek.net

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, kurz: GIZ, ist eine der sogenannten Durchführungsorganisationen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.

Sie gehört dem deutschen Staat und unterstützt die Bundesregierung dabei, ihre Ziele in der internationalen Zusammenarbeit zu erreichen.

Der wichtigste Auftraggeber der GIZ ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Insgesamt hat die GIZ mehr als 17.000 Beschäftigte in mehr als 130 Staaten. Rund 70 Prozent von ihnen sind lokale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Projektländern.

Technische Zusammenarbeit: Vermittlung von Wissen

Frauen, die im Rahmen eines GIZ-Projekts im Nordirak im Straßenbau arbeiten
Frauen, die im Rahmen eines GIZ-Projekts im Nordirak im Straßenbau arbeiten
© Michael Gottschalk/photothek.net

Die GIZ ist meistens dann im Einsatz, wenn es um Beratung und Ausbildung geht. Man nennt das auch "technische Zusammenarbeit" – im Gegensatz zur "finanziellen Zusammenarbeit", bei der vor allem Geld zur Verfügung gestellt wird.

Die GIZ berät zum Beispiel Regierungen dabei, wie sie in ihrem Land Demokratie und Frieden fördern, wie sie die Wirtschaft ankurbeln und dabei die Umwelt und das Klima schützen oder wie sie die Zahl der Schulen und Krankenhäuser erhöhen können.

Dazu schickt sie beispielsweise Expertinnen und Experten in das Land, stellt Ausrüstung und Material zur Verfügung und erstellt Studien und Gutachten. Ziel der GIZ ist immer, die Menschen vor Ort so zu unterstützen, dass sie ihre Lebensbedingungen aus eigener Kraft verbessern können.

Und so funktioniert das

Ein Experte der GIZ berät einen Mitarbeiter einer Wasserpumpstation in Jordanien.
Ein Experte der GIZ berät einen Mitarbeiter einer Wasserpumpstation in Jordanien.
© Thomas Imo/photothek.net

Ein Beispiel: Das BMZ vereinbart mit der Regierung von Jordanien, die dortige Trinkwasserversorgung zu verbessern. Es sollen Wasserleitungen und Pumpen erneuert, neue Leitungen verlegt und Brunnen gebaut werden. Die Bauarbeiten übernehmen lokale Unternehmen, die GIZ schickt Ingenieure nach Jordanien, die die Arbeiten begleiten und die ausführenden Firmen beraten. Die Techniker vor Ort lernen dann auch gleich, wie sie die neuen Anlagen warten und reparieren können. Bei weiteren Bauprojekten können sie diese Erfahrungen nutzen.

Die GIZ unterstützt die Regierung gleichzeitig dabei, eine staatliche Wassergesellschaft aufzubauen. Sie soll in Zukunft die Trinkwasserversorgung im Land planen und die Qualität des Wassers kontrollieren. Und auch die Wasserverbraucher werden in das GIZ-Projekt einbezogen: Die Bevölkerung wird über die Bedeutung von hygienisch einwandfreiem Wasser für die Gesundheit informiert.

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GIZ: Ein Tag. Vier Menschen. Viele Lösungen