Studenten an der Hochschule für Rechtswissenschaften in Hanoi, Vietnam
Studenten an der Hochschule für Rechtswissenschaften in Hanoi, Vietnam
© Thomas Köhler/photothek.net

Hochschulbildung

Jedes Land braucht Akademikerinnen und Akademiker

Ärztinnen, Anwälte, Lehrerinnen, Wirtschaftsexperten, Forscher und viele andere Berufsgruppen erhalten ihre Ausbildung an Hochschulen – also zum Beispiel an Universitäten, Fachhochschulen oder auch Berufsakademien.

Jedes Land braucht Fachleute mit Hochschulbildung, um voranzukommen und einen guten Lebensstandard für seine Bevölkerung zu sichern. In vielen Entwicklungsländern fehlen diese Expertinnen und Experten.

Warum viele Menschen nicht studieren können

Ein Student sitzt vor einem Schwarzen Brett und liest.
Ein Student sitzt vor einem Schwarzen Brett und liest.
© Ute Grabowsky/photothek.net

Es gibt in Entwicklungsländern nicht genug Universitäten oder andere Hochschulen und die vorhandenen Unis sind häufig schlecht ausgestattet. Junge Menschen haben dann kaum eine Chance auf einen Studienplatz. Dazu kommt, dass viele Menschen arm sind und die Studiengebühren – und vielleicht auch noch eine Wohnung am Studienort – nicht bezahlen können.

Viele junge Männer verzichten deshalb auf ein Studium und versuchen, nach der Schule möglichst schnell eine Arbeit zu finden, um eigenes Geld zu verdienen. Und viele Frauen heiraten früh und bekommen Kinder. Auch sie haben dann keine Möglichkeit mehr zu studieren.

Reiche studieren im Ausland

Junge Menschen aus reicheren Familien in Entwicklungsländern gehen fürs Studium häufig lieber ins Ausland. Auch das kann ein Problem sein, denn oft bleiben sie in den Ländern, in denen sie studiert haben, weil sie dort mehr Geld verdienen können.

Damit unterstützen sie zwar ihre Familien zu Hause. Ihr Wissen und ihre Arbeitskraft gehen ihrem Heimatland aber verloren.

Eine Studentin der Pharmakologie in einem Labor an der Al-Azhar Universität in Gaza-Stadt
Eine Studentin der Pharmakologie in einem Labor an der Al-Azhar Universität in Gaza-Stadt
© Thomas Imo/photothek.net

Das tut Deutschland

Deutschland will dazu beitragen, dass mehr junge Menschen in Entwicklungsländern studieren können. Dazu beraten deutsche Expertinnen und Experten die Regierungen dieser Länder, damit sie ihr Bildungssystem verbessern können. Mit deutscher Unterstützung werden auch Hochschulen modernisiert oder neu gebaut.

Die Universitäten werden außerdem dabei unterstützt, mit anderen Hochschulen und mit Wirtschaftsunternehmen zusammenzuarbeiten. Dadurch können sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen austauschen.

Besonders gefördert werden Studiengänge, die für die Entwicklung des Landes wichtig sind. Dazu gehört zum Beispiel die Ausbildung von Ingenieuren und Lehrern.

Besonders begabte Studierende und junge Wissenschaftler können Stipendien für ihr Studium oder ihre Forschung bekommen. Ein Stipendium ist ein bestimmter Geldbetrag, der regelmäßig gezahlt wird. Dadurch kann zum Beispiel jungen Menschen ein Studium ermöglicht werden, die es sich ohne diese Unterstützung nicht leisten könnten.