Zementwerk in Beaucaire, Frankreich
Zementwerk in Beaucaire, Frankreich
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Industriestaat

Technisch hoch entwickelt

Als Industriestaat oder Industrieland werden die reichsten Staaten der Welt bezeichnet. Sie sind technisch hoch entwickelt und haben eine besonders leistungsfähige Wirtschaft.

Ursprünglich wurde der Begriff für Länder benutzt, in denen die Menschen nicht mehr hauptsächlich von der Landwirtschaft lebten, sondern vor allem in Fabriken und anderen Industrieanlagen Arbeit fanden.

Inzwischen wird die Arbeit in der Industrie allerdings häufig von Maschinen und Robotern erledigt. Die meisten Arbeitsplätze in Industrieländern bietet heute der Dienstleistungsbereich. Dazu zählen alle Berufe, die einen Dienst für die Gesellschaft anbieten, aber nichts herstellen (zum Beispiel in den Bereichen Schule, Gesundheitswesen, Handwerk, Transport, Handel, Banken und Versicherungen). Richtiger wäre daher die Bezeichnung "industriell entwickelter Staat".

Ab wann ist ein Land ein Industriestaat?

Zwei Arbeiter reparieren einen Schweißroboter in einem VW-Werk in Wolfsburg.
Zwei Arbeiter reparieren einen Schweißroboter in einem VW-Werk in Wolfsburg.
© Thomas Trutschel/photothek.net

Heutzutage wird der Begriff Industriestaat vor allem als Abgrenzung zu den Schwellenländern und den Entwicklungsländern benutzt. Eine eindeutige Definition (Ab wann ist ein Land ein Industriestaat? Ab wann ein Schwellenland oder Entwicklungsland?) gibt es nicht.

Kennzeichen sind zum Beispiel die wirtschaftliche Leistung des Landes ("Bruttoinlandsprodukt") und das durchschnittliche Einkommen der Einwohner. Zu den wirtschaftlich stärksten Industriestaaten zählen Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA.