Eine Straßenreinigerin in Peking macht Pause.
Eine Straßenreinigerin in Peking macht Pause.
© Thomas Köhle/photothek.net

Infrastruktur

Der Strom kommt aus der Steckdose, das Wasser aus dem Hahn und die Wärme aus dem Heizkörper. Der Schulbus fährt pünktlich, das Handy hat guten Empfang und der Müll wird jede Woche abgeholt. Wer es will, kann auf den Sportplatz gehe oder auch ins Theater. Und wenn ein Unfall passiert, kommt ein Rettungswagen.

All dies und noch viel mehr funktioniert, wenn eine gute Infrastruktur vorhanden ist.

Der Begriff kommt aus der lateinischen Sprache und heißt, frei übersetzt, "Unterbau". Er beschreibt die Grundausstattung einer Gemeinde oder eines Staates – also die Einrichtungen, die zur Grundversorgung der Menschen und der Wirtschaft dienen. Eine gute Infrastruktur erleichtert das Leben und die Arbeit sehr.

Technische und soziale Infrastruktur

Man unterscheidet zwischen technischer und sozialer Infrastruktur. Zur technischen Infrastruktur zählt zum Beispiel die Energie- und Trinkwasserversorgung, die Müll- und Abwasserentsorgung, die Kommunikation (Rundfunk, Internet, Mobilfunk) sowie der Bereich Transport und Verkehr (zum Beispiel Straßen, Schienen, Flughäfen, öffentlicher Personennahverkehr).

Zur sozialen Infrastruktur gehören zum Beispiel Kindergärten, Schulen, Universitäten und Bibliotheken, Krankenhäuser und Rettungsdienste, Polizei und Feuerwehr sowie kulturelle Einrichtungen wie Museen und Theater.

Das tut Deutschland

Kinder in Jordanien spielen an einem Wassertanklaster.
Kinder in Jordanien spielen an einem Wassertanklaster.
© Thomas Imo/photothek.net

Weil wichtige Teile der Infrastruktur in vielen Ländern noch fehlen, ist ihr Auf- und Ausbau ein wichtiger Arbeitsbereich der Entwicklungszusammenarbeit. Deutschland fördert darum zum Beispiel in vielen Entwicklungsländern den Aufbau moderner Bildungssysteme, die Nutzung erneuerbarer Energien oder eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser.