Zwei Mitarbeiter einer Mangrovenbaumschule in Beira, Mosambik, kontrollieren die Setzlinge.
Zwei Mitarbeiter einer Mangrovenbaumschule in Beira, Mosambik, kontrollieren die Setzlinge.
© Thomas Trutschel/photothek.net

Nachhaltigkeit

Welche Auswirkungen hat mein Verhalten auf die Zukunft?

Nachhaltig zu leben, bedeutet so zu handeln, dass man sich selbst und den nachfolgenden Generationen nicht schadet. Um zu wissen, ob eine Handlungsweise nachhaltig ist, kann man sich immer die Testfrage stellen: "Welche Auswirkungen hat mein Verhalten auf die Zukunft?"

Der Gedanke der Nachhaltigkeit ist schon rund 200 Jahre alt. Er ist ursprünglich in der Forstwirtschaft entstanden. Dort gilt die Regel: Man darf immer nur so viele Bäume fällen, wie neue nachwachsen können.

Wenn man sich nicht an diese Regel hält, gibt es bald keinen Wald mehr – und dann kann man auch keine Bäume mehr fällen.

Was für den Wald gilt, kann man direkt oder indirekt auf fast alle Bereiche unseres Lebens übertragen. Das Konzept der Nachhaltigkeit gilt heute international als wichtiges Leitmotiv und sehr viele Menschen streben eine Änderung unserer Lebensweise hin zu einer "nachhaltigen Entwicklung" an.

Die drei Säulen der Nachhaltigkeit

Drei-Säulen-Modell der nachhaltigen Entwicklung
Drei-Säulen-Modell der nachhaltigen Entwicklung
© BMZ

Eine nachhaltige Entwicklung kann nur erreicht werden, wenn alle Lebensbereiche berücksichtigt werden. Das verdeutlicht das "Drei-Säulen-Modell der nachhaltigen Entwicklung". Die drei Säulen sind die Bereiche Umwelt, Soziales und Wirtschaft. Alle drei Säulen müssen gleichberechtigt und gleichzeitig berücksichtigt werden.

Nachhaltigkeit und Entwicklungspolitik

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Regenwald in Brasilien
© Thomas Trutschel/photothek

Bezogen auf die Entwicklungspolitik bedeutet Nachhaltigkeit: Wir dürfen nicht länger auf Kosten der Menschen in anderen Teilen der Welt und auf Kosten zukünftiger Generationen leben. Die Industriestaaten haben genau das lange Zeit getan: Um ihren Reichtum aufzubauen und ihren Wohlstand abzusichern, haben sie die Menschen und die Natur in ärmeren Ländern rücksichtslos ausgebeutet – und in vielen Ländern passiert das auch heute noch.

Deutschland setzt sich dafür ein, dass das aufhört und auch dafür, dass die Entwicklungs- und Schwellenländer die Fehler der Industriestaaten nicht wiederholen und auf eine nachhaltige Entwicklung setzen.

Lebensgrundlagen künftiger Generationen schützen

Ziel der deutschen Zusammenarbeit mit Entwicklungs- und Schwellenländern ist, dass sich Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft gegenseitig positiv beeinflussen. Dadurch werden langfristige wirtschaftliche und gesellschaftliche Fortschritte möglich – und die Natur muss darunter nicht leiden.

Solange in den Entwicklungsländern Menschen in Not sind, wird sich dort die Umwelt nicht wirksam schützen lassen. Darum ist die deutsche Entwicklungszusammenarbeit darauf ausgerichtet, zuerst die Lebensbedingungen der heute lebenden Menschen zu verbessern. Und zwar so, dass dabei die Lebensgrundlagen künftiger Generationen geschützt werden.