Mitglieder eines lokalen Jugendparlaments in einem Slum in der indischen Stadt Neu-Delhi, das von der Caritas und der NRO Chentanalaya unterstützt wird
Mitglieder eines lokalen Jugendparlaments in einem Slum in der indischen Stadt Neu-Delhi, das von der Caritas und der NRO Chentanalaya unterstützt wird
© Michael Gottschalk/photothek.net

Nichtregierungsorganisationen (NROs)

Nichtregierungsorganisationen (kurz: NROs) sind Vereinigungen, die nicht von staatlichen Stellen bezahlt werden und deren Arbeit auch inhaltlich unabhängig vom Staat ist. Sie setzen sich für bestimmte Anliegen ein und im Gegensatz zu Wirtschaftsunternehmen geht es ihnen nicht darum, Geld zu verdienen. Die meisten NROs sind auf Spenden angewiesen und auf Menschen, die ehrenamtlich für sie arbeiten.

Zu den Nichtregierungsorganisationen zählen zum Beispiel Gewerkschaften, kirchliche Gruppen und Bürgerinitiativen aber auch Arbeitgeberverbände oder Sportvereine. In der Alltagssprache hat sich der Begriff NRO besonders für Organisationen und Vereine durchgesetzt, die sich gesellschaftspolitisch engagieren – zum Beispiel für die Menschenrechte, den Umweltschutz oder die Entwicklungspolitik.

Eigene Hilfsprogramme

Ein Erdbebenopfer auf Haiti mit einer Beinprothese, die von der Johanniter-Unfallhilfe vor Ort gefertigt wurde
© Ute Grabowsky/photothek.net
Ein Erdbebenopfer auf Haiti mit einer Beinprothese, die von der Johanniter-Unfallhilfe vor Ort gefertigt wurde

Viele Nichtregierungsorganisationen sind in Entwicklungsländern mit eigenen Hilfsprogrammen aktiv. Weil sie direkten Kontakt zur Bevölkerung und zu Organisationen vor Ort haben, können sich NROs auch in Ländern engagieren, in denen eine Zusammenarbeit mit der Regierung schwierig oder unmöglich ist (zum Beispiel wegen schlechter Regierungsführung oder stark verbreiteter Korruption).

Übrigens: Auf Englisch heißen Nichtregierungsorganisationen "non-governmental organisations". Darum wird auch häufig die Abkürzung NGO benutzt.