Bunte Häuser in einem Vorort von Mexiko-Stadt, der Hauptstadt von Mexiko
Bunte Häuser in einem Vorort von Mexiko-Stadt, der Hauptstadt von Mexiko
© Thomas Koehler/photothek.net

Schwellenland

Auf dem Weg zum Industrieland

Schon mal über eine Türschwelle gestolpert? Wenn man den Ausdruck "an einer Schwelle stehen" verwendet, will man damit sagen, dass ein Übergang bevorsteht und etwas Neues beginnt – und dass man bei den ersten Schritten dorthin auch mal stolpern kann.

In dieser Situation sind die sogenannten Schwellenländer. Sie sind auf dem Weg, zu Industriestaaten zu werden, gelten aber gleichzeitig noch als Entwicklungsländer.

Anders als viele sehr arme Entwicklungsländer haben Schwellenländer aber zum Beispiel schon vielfältige Industriezweige aufgebaut und können sehr viele Produkte herstellen. Ihre Wirtschaft wächst und viele Menschen in diesen Ländern verdienen verhältnismäßig gut. Auch in der internationalen Politik spielen sie eine wichtige Rolle.

Große Unterschiede zwischen Arm und Reich

Blick auf Sao Paulo
Blick auf Sao Paulo
© Thomas Trutschel/photothek

Trotz ihrer wirtschaftlichen Erfolge haben viele Schwellenländer Probleme bei der sozialen Entwicklung. So kann es zum Beispiel sein, dass die Regierung nicht genug Geld in eine ausreichende Energie- oder Wasserversorgung investiert und arme Bevölkerungsschichten darum nicht an die Versorgungsnetze angeschlossen sind. Auch das Bildungs- und das Gesundheitssystem funktionieren oft noch nicht gut genug. Die Unterschiede zwischen Arm und Reich sind in vielen Schwellenländern hoch.

Zu den Schwellenländern zählen unter anderem Brasilien, China, Indien, Indonesien, Mexiko und Südafrika. Diese Länder sind sehr wichtige Partner bei der Lösung von Problemen, die die ganze Welt betreffen – etwa Frieden, Umwelt- und Klimaschutz. Deutschland arbeitet deshalb eng mit ihnen zusammen.