Trinkwasser

An einem Haus in der Stadt Mafraq in Jordanien werden neue Trinkwasserleitungen verlegt.
An einem Haus in der Stadt Mafraq in Jordanien werden neue Trinkwasserleitungen verlegt.
© Thomas Köhler/photothek

Tiere, Pflanzen und Menschen – alles Leben auf der Erde ist abhängig von Wasser.

Wir brauchen es zum Trinken, zum Kochen, zum Waschen, für die Äcker, Wiesen und Wälder und in der Industrie. Ohne Wasser kann ein Mensch nur wenige Tage überleben.

Das Recht auf Trinkwasser

Das Recht auf Trinkwasser ist ein Menschenrecht. Trotzdem haben etwa 2,1 Milliarden Menschen – vor allem Arme – kein sauberes Trinkwasser. Sie haben weder einen Wasseranschluss im Haus noch einen Brunnen oder eine öffentliche Wasserzapfstelle in der Nähe.

Weil es in vielen Ländern traditionell die Aufgabe von Mädchen und Frauen ist, für Wasser zu sorgen, verbringen sie viel Zeit damit, Wasser aus weit entfernten Brunnen zu holen.

Diese Zeit fehlt den Mädchen, um zur Schule zu gehen, und den Müttern, um Geld zu verdienen oder sich weiterzubilden. Dadurch haben viele Frauen es besonders schwer, sich aus ihrer Armut zu befreien.

Weil es an ihrem Wohnort kein anderes Wasser gibt, holen viele Menschen ihr Wasser aus nahe gelegenen Flüssen oder Seen. Das ist gefährlich, denn oft enthält dieses Wasser Krankheitserreger. In Entwicklungsländern werden dadurch viele Menschen krank.

Kinder an einer öffentlichen Wasserzapfstelle in Ouagadougou, Burkina Faso
Kinder an einer öffentlichen Wasserzapfstelle in Ouagadougou, Burkina Faso
© Thomas Imo/photothek.net

Das tut Deutschland

Deutschland hilft auf verschiedenen Wegen dabei, die Wasserversorgung der Menschen in den Entwicklungsländern zu verbessern. Zum Beispiel beraten deutsche Expertinnen und Experten die Regierungen dieser Länder. Versorgungsbetriebe werden dabei unterstützt, mehr Wasserleitungen zu bauen. Und Bauern wird geholfen, ihre Bewässerungssysteme zu modernisieren, damit nicht zu viel Wasser versickert oder verdunstet und dadurch verschwendet wird.

Bei allen diesen Projekten wird immer geprüft, wie viel Wasser in einer Region insgesamt zur Verfügung steht, wer das Wasser auf welche Weise nutzen will und welche Auswirkungen das auf die Natur und andere Menschen hat. So soll dafür gesorgt werden, dass es keinen Streit um Trinkwasser gibt – und dass auch in Zukunft noch genug Wasser für alle da ist.

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