Teilnehmer einer Veranstaltung
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Zivilgesellschaft

Gegengewicht zu Regierung und Wirtschaft

Das Wort "zivil" kommt vom lateinischen "civis" und bedeutet "Bürger". (Ein Polizist in Zivil trägt also "bürgerliche" Kleidung und keine Uniform.) Statt Zivilgesellschaft könnte man darum auch den Begriff "Bürgergesellschaft" verwenden. Sie besteht aus den Bürgerinnen und Bürgern eines Landes, die sich für die Gesellschaft engagieren – abseits von staatlichen Stellen oder Parteien.

Zur Zivilgesellschaft zählen Vereine, Verbände, Initiativen, Nichtregierungsorganisationen und soziale Bewegungen.

Eine aktive Zivilgesellschaft wirkt als Ergänzung und Gegengewicht zur Regierung und zur Wirtschaft. Sie treibt die gesellschaftliche Entwicklung voran und übernimmt auch eine wichtige Kontrollfunktion.

Wegen der bedeutenden Rolle der Zivilgesellschaft gehört es zu den Aufgaben der Entwicklungspolitik, sie zu stärken.

Das tut Deutschland

Workshop in einem Flüchtlingslager in Kenia, bei dem mobile Reporter ausgebildet werden.
© DWA/Hilke Fischer
Workshop in einem Flüchtlingslager in Kenia, bei dem mobile Reporter ausgebildet werden.

In Deutschland fördert und berät das BMZ zahlreiche nichtstaatliche Organisationen und Initiativen, die sich entwicklungspolitisch engagieren.

Auch in den Entwicklungsländern, mit denen Deutschland zusammenarbeitet, wird die Bevölkerung dabei unterstützt, sich zu organisieren, um die eigenen Interessen öffentlich zu vertreten. Denn ein Land kann sich nur entwickeln, wenn sich die Einwohner aktiv für ihre Rechte einsetzen und zum Beispiel politische Teilhabe ("Partizipation") und soziale Gerechtigkeit einfordern.